Satzung

Arbeitsgemeinschaft Dialog, Integration und Menschenrechtsbildung e.V.

(ADIM e.V.)

 

Präambel

 

Um den innergesellschaftlichen, regionalen und internationalen Frieden voranzutreiben unterstützt die ADIM Dialoge zwischen Bürgerinnen und Bürger, die aus unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturen stammen. Durch Dialoge werden die Wissenslücken geschlossen, Respekt vor dem Anderssein gefördert und Feindbilder abgebaut. Dialoge können Frieden schaffen und Konflikte verhindern, indem sie die Menschen näher aneinander rücken lassen, sich besser verstehen und zu Kooperationen statt Feindschaften bewegen können.

Zusammenleben bedeutet nicht, dass wir in unsere Traditionen versinken, die uns hindern, den Anderen kennenzulernen, sondern wir müssen unsere Isolationskäfige aufbrechen und Vorurteile beseitigen, damit wir gemeinsam unsere friedliche Welt gestalten können.

Integration ist keine Einbahnstraße. Daher streben wir Wege an, um alle Beteiligten zu ermutigen, Schritte zu unternehmen, die die Integration in Deutschland beschleunigen und effektiver gestalten.

Die Menschenrechte sollen Bürgerinnen und Bürgern, die in Deutschland leben, erklärt und verständlich gemacht werden. Wir stehen für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten haben.

Wir sind gegen jede Art von Diskriminierung, Rassismus und Menschenrechtsverletzung.

Wir setzen uns ein für gewaltfreie Lösungen von Konflikten.

Die ADIM ist parteipolitisch, konfessionell wie religiös und ethnisch unabhängig.

 

 

§1 Name und Sitz

 

1.      Der Verein führt den Namen „Arbeitsgemeinschaft Dialog, Integration und Menschenrechtsbildung e.V. (ADIM e.V.).“

2.      ADIM e.V. ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hannover unter der Nummer VR 202717 eingetragen.

3.      Sitz des Vereins ist Hannover. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

 

 

 

§2 Ziele und Zweck des Vereins

 

1.      Zweck des Vereins ist die Völkerverständigung.

2.      Ziel des Vereins ist es, die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland für ein friedliches Zusammenleben zu gewinnen, die Angst vorm Anderen abzubauen und gegenseitigen Respekt zu fördern.

3.      Zu erreichen ist eine Gesellschaft aufzubauen, in der Menschen aus unterschiedlichen politischen Anschauungen, Glauben und kulturellen Hintergründen friedlich miteinander leben können ohne Parallelgesellschaften.

4.      Die Zwecke des Vereins werden erreicht durch:  

a)      Organisierung von Tagungen, Seminaren und Konferenzen.

b)      Herausgabe von Publikationen, die  folgenden Zielen dienen:

·         Überwindung der Sprachschwierigkeiten.

·         Verdeutlichung der demokratischen Prinzipien.

·         Verbreitung der Bedeutungen der Menschenrechte.

·         Erleichterung der Integration im Arbeitsmarkt.

·         Verdeutlichung des deutschen politischen Systems.

·         Durchführung von Meinungsumfragen der Bürgerinnen und Bürger.

c)      Forschungsarbeiten in den Bereichen Religionen, Integration, Demokratie und Menschenrechte.

 

 

§3 Gemeinnützigkeit

 

1.      Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (§52 Abs. 2 AO).

2.      Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3.      Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

4.      Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

5.      Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

 

§4 Vergütung der Organmitglieder, Aufwendungsersatz, bezahlte Mitarbeit

 

1.      Die Vereins- und Organämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt, soweit diese Satzung nicht etwas anderes bestimmt.

2.      Im Übrigen haben die Mitglieder des Vereins einen Aufwendungsersatzanspruch nach §670 BGB für solche Aufwendungen, die ihnen durch die Tätigkeit für den Verein entstanden sind. Die Mitglieder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Angebot der Sparsamkeit zu beachten. Der Vorstand kann durch Beschluss im Rahmen der steuerrechtlichen Möglichkeiten Aufwandspauschalen festsetzen.

 

 

§5 Mitgliedschaft

 

1.      Mitglied können Vereine und Initiativen werden, deren Mitgliedspersonen ausschließlich oder überwiegend, sowie Einzelpersonen, die sich besonders um den Verein verdient gemacht haben. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet abschließend der Vorstand.

2.      Von den Mitgliedern können Beiträge erhoben werden. Die Höhe und die Fälligkeit der Beiträge, Aufnahmebeiträge und Umlagen werden von der Mitglieder-versammlung beschlossen.

 

 

§6 Beendigung der Mitgliedschaft

 

1.      Die Mitgliedschaft endet

a)      mit dem Tod eines Mitglieds bzw. mit dem Verlust der Rechtsfähigkeit der juristischen Person.

b)      durch Austritt bzw. Kündigung der Mitgliedschaft.

c)      durch Ausschluss aus dem Verein.

2.      Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Kündigung gegenüber dem Vorstand. Er ist mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Jahresende möglich. Ausschlaggebend ist der fristgerechte Eingang der Kündigung zum 30.11. eines jeden Jahres.

3.      Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstands ausgeschlossen werden, wenn es

a)      gegen die Vereinsinteressen grob verstoßen hat oder

b)      den Verein oder dessen Ansehen nachhaltig beschädigt hat.

Der Ausschluss ist dem Mitglied schriftlich unter Angabe einer Begründung mitzuteilen.

4.      Ein Mitglied kann gegen den Ausschluss aus dem Verein Widerspruch beim Vorstand einlegen. Der Vorstand hat das Ausschlussverfahren dann auf die Tagesordnung der nächsten Mitgliederversammlung zu setzen. Bis dahin ruht die Mitgliedschaft. Vor der Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung ist dem betroffenen Mitglied Gelegenheit zu geben, sich persönlich zur Sache zu äußern. Der abschließende Beschluss der Mitgliederversammlung ist bindend.

 

 

§7 Organe des Vereins

1.      Die Organe des Vereins sind:

1.      Mitgliederversammlung

2.      Vorstand

3.      Besonderer Vertreter

 

 

§8 Mitgliederversammlung

1.      Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins.

2.      Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:

a) die Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts des Vorstandes, sowie des Kassenprüfungsberichts.

b) die Entlastung des Vorstandes und der/ des Kassenprüferin/ ers

c) die Wahl und Abwahl der Mitglieder des Vorstandes

d) die Wahl und Abwahl der Kassenprüferin/ des Kassenprüfers

e) Beschlussfassung über die Änderung der Satzung

f ) die Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins

d)     die Beschlussfassung über die Mitgliedschaft des Vereins in anderen Verbänden

e)      die Festsetzung von Beiträgen, Aufnahmegebühren und Umlagen

f)        die Beschlussfassung über den Haushaltsplan

3. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt.

4. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann jederzeit durch den Vorstand einberufen werden oder wenn ein Drittel der Mitglieder dieses unter Angabe des Grundes fordert.

5. Die Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt durch den Vorstand mit einer Frist von vier Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung.

6. Die Mitgliederversammlung ist bei ordnungsgemäßer Einladung unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

7. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht ist persönlich wahrzunehmen. Eine Stimmrechtsübertragung ist nicht zulässig.

8. Beschlüsse werden regelmäßig offen gefasst. Auf Antrag kann die Beschlussfassung geheim erfolgen.

9. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst. Beschlussfassungen nach §8 Zif. 2, Bst. e) bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen und §8 Zif. 2, Bst f) bedürfen einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

10. Über die Mitgliederversammlung ist ein Ergebnisprotokoll zu führen, das vom/ von der Versammlungsleiter/in und Protokollführer/in zu unterschreiben ist.

11. Mitgliederversammlungen sind nicht öffentlich. Gäste können zugelassen werden.

 

 

§9 Anträge zur Tagesordnung der Mitgliederversammlung

1. Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Tagesordnung entsprechend zu ergänzen.

2. Über die Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung. Zur Annahme des Antrages ist eine einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.

3. Satzungsänderungen, die Änderung des Vereinszweckes, die Auflösung des Vereins, die Wahl und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Beschlussfassung über Beiträge und Umlagen können nur beschlossen werden, wenn die Anträge den Mitgliedern mit der Tagesordnung bei Einladung der Mitgliederversammlung angekündigt worden sind.

 

 

 

 

§10 Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus drei Personen, Vorsitzende/r, stellvertrende/r Vorsitzende/r und Schatzmeister/in. Mindestens 50% der Vorstandsmitglieder sollten Frauen sein.

2. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er bleibt solange im Amt, bis eine neue Wahl erfolgt.

3. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtszeit aus, so kann der Vorstand eine kommissarische Besetzung der Position vornehmen. Auf der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung ist die entsprechende Ergänzungswahl vorzunehmen.

4. Im Sinne des § 26 BGB und alleinvertretungsberechtigt sind der/die Vorsitzende und der/die stellvertrende Vorsitzende.

5. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.

 

§11 Kassenprüfung

1. Ein/eine Kassenprüfer/in und ein/e Ersatzkassenprüfer/in werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

2. Der/die Kassenprüfer/in hat jederzeit Einsichtsrecht in sämtliche Unterlagen, die zur Erfüllung seiner/ ihrer Aufgabe relevant sind.

 

§12 Beschlussfassung des Vorstandes

1. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse im Allgemeinen in Vorstandssitzungen, die vom Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter schriftlich oder elektronisch einberufen werden. In jedem Fall ist eine Einberufungsfrist von 7 Tagen unter Bekanntgabe der Tagesordnung einzuhalten.

2. Der Vorstand ist bei ordnungsgemäßer Ladung beschlussfähig, wenn mindestens zwei Vorstandsmitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.

3. Die Vorstandssitzung leitet der/die Vorsitzende oder der/die stellvertretende Vorsitzende. Die Beschlüsse der Vorstandssitzungen sind zu protokollieren und vom Sitzungsleiter und dem Protokollanten zu unterschreiben.

4. Ein Vorstandsbeschluss kann auch auf elektronischem Wege oder telefonisch gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu der zu beschließenden Regelung erklären. Eine einfache Mehrheit reicht nicht aus.

 

 

 

§13 Besonderer Vertreter

1. Der Vorstand kann zur Führung der Geschäfte des Vereins und zur Führung der Geschäftsstelle einen Geschäftsführer bestellen. Dieser ist hauptamtlich tätig und dem Vorstand verantwortlich. Der Vorstand kann dem besonderen Vertreter Weisungen erteilen. Er führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des Vorstands aus. Der Geschäftsführer hat die Geschäfte des Vereins nach Maßgabe des Gesetzes und der Vereinssatzung zu führen.

2. Der Geschäftsführer ist als besonderer Vertreter des Vereins nach §30 BGB zur Wahrnehmung der wirtschaftlichen, verwaltungsmäßigen und personellen Angelegenheiten des Vereins bevollmächtigt und in diesem Rahmen alleinvertretungsberechtigt.

3. Der Geschäftsführer sorgt für die sachgerechte Erfüllung der laufenden Geschäfte und entscheidet in diesem Rahmen selbstständig.

Hierzu gehören insbesondere:

-          Vorbereitung der Sitzungen

-          die Vorbereitung und Ausführung der Beschlüsse des Vorstandes

-          die Erledigung der ihm weiter vom Vorstand übertragenen Aufgaben

-          die Leitung der Geschäftsstelle

-          im Benehmen mit dem Vorstand, die Öffentlichkeitsarbeit

-          Verhandlungen mit den zuständigen Behörden, soweit diese nicht vom Vorstand wahrgenommen werden

-          Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen.

4. Der besondere Vertreter ist zu den Vorstandssitzungen einzuladen.

5. Die Kontrolle über die Tätigkeiten obliegt dem Vorstand.

 

§14 Auflösung des Vereins

1. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an Amnesty International (Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.), die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige Zwecke zu verwenden hat. Diese Satzung wurde am 30.09.2016 durch die Mitgliederversammlung beschlossen und geändert am 06.12.2016 und tritt mit Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.